A STAR IS BORN

Hallo Nico, noch urlaubsbedingt durfte ich Frauchens Kolleginnen kennenlernen. Erst wurde ich heimlich ins Gebäude eingeschleust, zum Thema Hygiene und Tiere gab es dazu bereits einen Post ….. und dann hab ich die Bude erst einmal aufgemischt. Meine bloße Anwesenheit verursachte schon Freudengeschreie und Knuddelorgien, jeder wollte ein Foto von und mit mir. Auch Entführungsvorschläge kamen per Handy, aber so muss sich ein Star fühlen. Roter Teppich (in meinem Fall war er blau) und 100 prozentige Aufmerksamkeit, das sollte sich Frauchen mal annehmen. Ich mag ihre Kolleginnen, aber arbeiten mussten sie dann weiter ohne mich, denn das gehört sich für einen Star nicht.
Für mich ging es danach noch in einen Stoffladen, Frauchens neues Hobby. Es gab endlich anständigen Stoff für meine Halstücher. Nur das Autofahren bekommt mir noch nicht, aber ein Star fährt auch nicht, er wird chauffiert.
Aber Star sein, ist auch sehr anstrengend, so sehr, dass ich mein TV Abendprogramm verschlafen habe.

TV schauen

Advertisements

MICH GIBT’S AUCH IN LIEB

Hallo Nico, ich hatte das Gefühl, ich muss etwas unternehmen, denn irgend etwas war anders. Unsere Wurstverdiener sind von einer Etage in die nächste und haben Sachen gepackt, mich nicht beachtet, einfach ignoriert. Frauchen hat immer mal gedroht, wenn ich mich nicht benehme, dass sie mich wieder umtauscht, aber „meine Garantie“ sei wohl schon abgelaufen. Verstehe ich nicht, aber egal, so langsam wurde es komisch. Ein Plan musste her, sollen sie ihren lieben Dackel doch bekommen. Freudig wich ich Frauchen nicht von der Seite, kuschelte mich besonders oft an sie und selbst beim Spaziergang war ich der liebste Hund der Welt. Ich hörte, meistens, sofort und sogar diese lästige Leine machte mir nichts aus. Am Abend war ich so müde, lieb sein, ist nämlich sehr anstrengend. Aber alle Mühen umsonst, am nächsten Morgen ließen sie mich für fast 5 Tage allein mit Jogi zurück. Die beiden waren mit dem Schiff Richtung Norden unterwegs, Städtereise nennt sich das. Ein Hund darf nicht aufs Schiff und ich hätte noch so viel Zeit, die Welt zu erkunden, dabei war ich doch für ein paar Stunden so lieb.

Jogi und ich

 

 

 

ICH HABE HEUTE LEIDER KEIN FOTO FÜR DICH

Hallo Nico, ich weiß dass man dich oft für eine Hundedame gehalten hat, aber unser Frauchen macht mich auch noch zu einer. Sie hat sich eine Rattermaschine gekauft, mit der sie jetzt Hundehalstücher nähen möchte. Ich fühlte mich geehrt, dass sie mich als Muse und Model benutzte. Leider waren nur noch pinke Stoffreste im Keller, aber Frauchen fand es so süß. Er war nur der erste Versuch und es sollen noch viele folgen, aber ohne mich. Als stolzer Dackeljunge kann ich mit diesem Teil nicht mal vor die Tür, was sollen denn die Nachbarn denken.

Halstuch

 

WEISSER MANN AUS GELBEM SCHNEE

Hallo Nico, da war er, mein erster Schnee im neuen Zuhause. Für unsere Wurstverdiener ist das der perfekte Hintergrund, denn ich kann, dank meiner Fellfarbe, nicht so schnell verschwinden. Was aber nicht heißt, es wäre einfacher mit mir. Ich liebe Schnee, vor allem den gelben. Verstehe nur nicht, warum Frauchen solche Verrenkungen macht, wenn ich daran lecke. Um mich im Blick und unter Kontrolle zu haben, durfte ich zum Schneeschieben mit raus. Frauchen nennt es zumindest „das Haus vom Schnee befreien“, hat nur eine komische Methode dafür. Sie rollte drei unterschiedlich große Schneebälle durch die ganze Einfahrt und bastelt daraus einen weißen großen Mann. Gefreut hat sie sich wie ein kleines Kind. Danach gab es Erinnerungsfotos, denn am nächsten Tag war er verschwunden und hat nur Mütze und Schal zurückgelassen.

Schneemann

 

GEFAHRENSTELLE: FLIESENKREUZ

Hallo Nico, da ich deine Rolle als Bauleiter jetzt übernommen habe, könnte ich wirklich ein paar Tipps gebrauchen. Unsere beiden Wurstverdiener werkeln schon fast seit einem Jahr an unserem Bad herum und nun wollte ich Frauchens Arbeit ein wenig überwachen und natürlich auch mithelfen. Besonders interessant für mich, diese kleinen weißen Plasteteile, auf denen man, dank ihrer Kreuzform, schön herumkauen kann. Die lagen überall herum, darum musste ich mich zuerst kümmern. Beim Versuch sie mir aus dem Maul zu entreißen, wollte Frauchen mit mir spielen, aber ich bin ihr entkommen. Da sie beim Spielen nicht verlieren kann, hat sie kurz vorm Nervenzusammenbruch aufgegeben und mich aus dem Bad verbannt. Einen Bauleiter schmeißt man nicht von seiner Baustelle, was ich ihr auch lautstark mitgeteilt habe. Ich nehme meine Aufgabe sehr ernst und da steht Arbeitsschutz an erster Stelle.

Fliesenkreuze

ICH, CHARLY

Hallo Nico, du hast dir hier eine tolle Fangemeinde aufgebaut und ich trete damit in große Fuß- bzw. Pfotentapsen. Gern hätte ich dich noch kennengelernt.
Ich möchte mich zuerst kurz vorstellen, mein Name ist Charly vom Schiffberg und bin wie du, ein Langhaarzwergdackel, ich möchte es zumindest mal werden.
Eine Gebrauchsanweisung für unsere Wurstverdiener hättest du mir wenigstens da lassen können. Die beiden rennen ständig mit einem „nein“ oder „pfui“ hinter mir her, dabei klingt beides doch gleich. Wenn draußen ein Malheur passiert, freuen sie sich riesig, als hätte ich den schönsten Haufen der Welt hinterlassen, komisch, diese Menschen.
Der Job wird nicht leicht, aber ich gebe mir Mühe die beiden noch ordentlich zu erziehen.

Ich, Charly

BRIEFE AN NICO

„Es ist einen Tag her und ich kann es immer noch nicht in Worte fassen. Jogi ist nicht von meiner Seite gewichen, er ist jetzt der Ältere und passt auf.
Das Haus ist leer und ich habe Angst zurückzukehren. Es sind so viele Dinge in deinem Namen zu erledigen, die so unwichtig erscheinen. Du musstest gehen, aber wirst immer bei uns bleiben. Ich weiß, du willst nicht, dass wir um dich weinen, aber wie sollen wir sonst damit umgehen?
Ich habe mich schon in deiner letzten Nacht verabschiedet, weil ich es fühlte, dass du keine Kraft mehr hattest, Dein Herrchen habe ich so noch nie erlebt, als er mir die Mitteilung überbringen musste.
Ich weiß, dass du uns keine Vorwürfe machst, wir mussten zu deinem Wohl entscheiden. Auch wir hätten uns ein anderes Ende für dich gewünscht, aber es sollte nicht sein.
Du fehlst uns unendlich, aber die Gewissheit, dass du ein wundervolles Leben bei uns hattest, lässt uns positiv mit der Situation umgehen.
Niemand wird deinen Platz je einnehmen können, du wirst für immer in unseren Herzen bleiben.
Danke, dass wir deine Bestimmer sein durften!“

Was letztendlich die Ursache war, kann ich euch nicht sagen. Zu einer zweiten Röntgenuntersuchung kam es nicht, da er zu schwach war und die Tierärztin es in seinen Augen sehen konnte. Infolge seiner schlechter werdenden Augen hat er sich zudem schlimm an einem Tisch im Haus gestoßen und kurz darauf aufgehört zu fressen. Am Ende hat er keine 4 Kilo mehr gewogen, aber ich möchte mich nicht mehr daran erinnern, sondern mir die schönen Momente bewahren. Wir waren es ihm schuldig, ihn nicht leiden zu lassen.
Ich danke euch für eure ganzen Kommentare, die ich mir oft durchgelesen habe, tausend Dank. Mit dieser Seite durften ihn so viele kennenlernen und ich werde weitermachen.
Es wird hier auch keine schwarz/weiß Bilder geben, denn seine (nicht immer) fröhliche und bunte Art soll uns in Erinnerung bleiben.

wir sehen uns wieder

WIR WERDEN UNS WIEDERSEHEN!

01.06.2004 – 04.10.2017

„Du bist in jedem Sonnenstrahl, in jedem Regentropfen, den Regenbogenfarben!

Du bist in jedem Sonnenstrahl, bist überall, bist fest in unseren Herzen.“

 

Bitte habt Verständnis, dass ich vorerst auf keinen Kommentar antworten werde. Zu gegebener Zeit melde ich mich wieder. Danke!

DSCN3614

 

HUNDSTAGE

Wir Dackel sind zäh, das habe ich meinen Bestimmern schon oft bewiesen. 13 Jahre musste ich werden, ehe mich eine Erkältung ereilt und es ist nicht schön … für meine Bestimmer. Sie decken mich zu, geben mir Tropfen und bemitleiden mich, warum? Letztendlich haben sie mich aber doch zum Tierarzt geschliffen und ein Schatten auf meiner Lunge wurde festgestellt. Mit Medikamenten versuchen wir es jetzt in den Griff zu bekommen und hoffen, dass es „nur“ eine Lungenentzündung ist. Auch mein Möhrenfreitag wurde gestrichen, da mich Erbrechen und Durchfall zusätzlich quälen und ich mehr abgenommen habe, als ihnen lieb ist. Liebe Bestimmer, euer Mitgefühl und gute Pflege sind ganz in Ordnung, aber vielleicht benötigt Herrchen doch etwas mehr Aufmerksamkeit an seinen kranken Tagen als ich. Ich benötige immerhin keinen ganzen Notfallkoffer.

kranker Dackel

HUNDE SIND EINFACH DIE BESSEREN MENSCHEN

Frauchen kam in dieser Woche mit schlechter Laune nach Hause. Aber es lag nicht an mir, sondern an den Menschen und dem Unverständnis uns Tieren gegenüber, versicherte sie mir. Warum dürfen wir Hunde nicht überall mit hin, weil wir „unhygienisch“ sind? Viele Hunde sind sauberer als manch Mensch.
Ich bin da ein echter Vorzeigehund, ab und an zwar etwas launisch, aber ich höre … meistens. Bei einem Restaurantbesuch liege ich ganz brav unterm Tisch und bin praktisch unsichtbar, das kann man von einigen Menschen nicht behaupten.
Aber das Problem beginnt auf zwei Beinen, egal ob in unserer Erziehung oder der Offenheit anderem gegenüber.

bessere Menschen