KEINE ZEIT ZU FOTOGRAFIEREN – 01.12.2020

Hallo Nico, 1. Dezember, 1. Türchen öffnen, das erste Highlight des Tages, in meinem war ein kleiner Kauknochen, den ich sogar vor der Autofahrt bekam. Heute stand die Stadt Itzehoe auf unserem Plan, auf meinem, denn ich durfte das heutige Ziel wählen. Hieß, Zettelbox auskippen, kurz alle beschnüffeln und ansabbern und schnell verschwinden lassen. Bevor das geschah, riss mir Frauchen den Zettel aus dem Maul und freute sich über meine Wahl. Dem Hals ging es auch wieder besser, der Nacken, das alte Leiden war laut dem schlauen Internet Schuld.
Den Wecker gestellt und somit zeitig am Zielort. Nach anfänglichen Schwierigkeiten die richtige Richtung zu finden, wir kennen bereits Frauchens Navigationstalent, entdeckten wir den ersten Punkt auf ihrer Liste. Den Klosterhof, der bei diesem Wetter ein wenig trüber aussah, als auf anderen Blogfotos mit der dazugehörigen St. Laurentii Kirche. Diese hatte, natürlich, geschlossen, aber das kennen wir bereits. So ging es durch die Innenstadt, einen Glühwein und ein Hot Dog später, erreichten wir den zweiten ausgesuchten Punkt.

„Planet Alsen“, ein toller Ort für Shootings für unseren nicht existierenden Instagram Account. Er befindet sich auf dem ehemaligen Industriegelände der Zementfabrik, vieles ist allerdings nicht zugänglich, bzw. durch Zäune abgesperrt. Trotz alledem drohte Frauchen schon an, da unbedingt noch einmal hinzufahren. Allein, da wir für das stundenlange Fotografieren einer Stelle kein Verständnis hätten. Kann sie gern tun und ich habe meine Ruhe.
Anschließend noch ein paar Runden durch die Innenstadt, noch schnell einen Glühpunsch und die mitgebrachten Sandwich vor der immer noch geschlossenen Kirche verspeist und dann zurück zum Parkplatz.

IN KUDDELIGER MISSION – 30.11.2020

Hallo Nico, Tag 3, Regen wurde angesagt und Frauchen schwächelte ein wenig mit Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Da wir den Strand in Dagebüll gezogen hatten, mussten wir nicht allzu früh aufstehen, was wir gegen 9 Uhr auch taten. Noch „schnell“ zur Post, 4 Sorten Halsbonbons und ein paar frische Brötchen später, saßen wir im Auto.
Kurz vor 12 Uhr erreichten wir den Inselparkplatz, durch die menschenleere Feriendorfsiedlung, vorbei an geschlossenen Geschäften und Kaffees bis hin zum Fähranlieger Richtung Föhr. Der Wind fegte ziemlich übers Land und Frauchen musste lernen, trage niemals eine Bommelmütze mit großer Angriffsfläche an der Nordsee. Übrigens genau jene berühmte Bommelmütze, die ich vor einiger Zeit aus dem Verkehr gezogen hatte.

Wir liefen über den Deich und haben zwei Mal eine Lore gesehen, das heutige Highlight. Meins hingegen waren die vielen Schafskuddeln, die ich genüsslich aufsog. Sehr zum Entsetzen von Frauchen, die mir nun das Abendessen um mindestens 10 Prozent kürzte.
Von Wind und Halsschmerzen gebeutelt ging es noch rechtzeitig zum Auto, ehe der Regen bis hin zu leichtem Schneeregen einsetzte. Eine eher kurze Runde mit nicht mal 10.000 Schritten, aber mindestens 100 Kuddeln in meinem Bauch.

LIEBESGRÜSSE AUS BÜSUM – 29.11.2020

Hallo Nico, diverse Hundeexperten raten dazu, den Hund nicht zu vermenschlichen. Dabei bin ich so viel menschlicher als manch Mensch. Sonntag, der Wecker klingelte 7:30 Uhr, eine wahrlich unsonntagliche Uhrzeit, aber wir haben am Vorabend unser nächstes Ziel, Heide gezogen. Das liegt laut Navi eine gute Stunde von hier entfernt und da wollten wir nicht allzu spät unser Ziel erreichen. Nachdem meine Wurtsverdiener dem Weckerterror folgend das warme Schlafgemach verlassen hatten, verbuddelte ich mich in dieses zurück. Brötchen- und Wurstgeruch beendeten meinen längeren Schlaf dann doch.
Der zweite Tag, nun für uns schon Routine im Sandwich schmieren und Glühwein erhitzen, konnte beginnen. Gegen 10 erreichten wir unseren Parkplatz und dann ging es quer durch die Stadt. Erstes Ziel war der Wasserturm, beliebtes Fotomotiv, jedoch nur Heiratswilligen zugänglich. Nach vielen tollen (gestellten) Fotos, Plüschteddy 24 dieses Mal nicht vergessen, ging es Richtung Marktplatz, laut Recherche der größte Deutschlands, vorbei an einem Punkt der digitalen Stadtführung. Schnell QR-Code eingescannt und sich weitergebildet, gut erst einmal gespeichert zum später nachlesen und freuen.

Highlight: ein beleuchtetes Einhorn, wie schnell ein Frauchen doch zu begeistern ist. Weiter ging es zum Brahms-Haus, den Namen kennt sie nur aus einem Horrorfilm, ich bin mit Kulturbanausen unterwegs, zurück zum Parkplatz. Das Sandwich futternd im Auto und den Tag noch nicht abschließen wollend, entschlossen wir uns in das ca. 20 Minuten entfernte Büsum zu fahren.
Dort bewunderten wir den Baufortschritt der neuen Hotelanlage und ließen uns kurz mit Rostbratwurst und einer Viertelscheibe (!) Toastbrot im Hafen nieder. Meerblick musste auch sein und da gerade Flut, auch gut zu sehen. Nach kleiner Städterunde, schon auf dem Rückweg, passierte das unglaubliche. Mein Frauchen ließ alles stehen und liegen, auch mich. Sie machte Geräusche, die ich zum letzten Mal hörte, als ich ein Welpe war und es um mich ging. Aber hier ging es um ein schwimmendes Etwas mit großen Kulleraugen. Ich war vergessen, wofür sie sich bei mir noch entschuldigte. Diese Etwas, eine Robbe, würde sie so sehr an mich erinnern, nur in lieb. Vielen Dank für diesen Tag voller Emotionen, den ich nun endlich wohlverdient im Bett ausklingen lassen kann, Frauchen wird wohl nicht von mir träumen.

EIN FOTO IST NICHT GENUG – 28.11.2020

Hallo Nico, Tag 1 von Frauchens Projekt konnte starten, zu diesem unter anderen auch das Notieren des ersten Songs des Tages, gehörte. In unserem Fall begann der Tag mit „Le freak“ von Chic, sollte uns das zu denken geben…?
Gestartet bei tiefsten Nebel, okay die Wetterapp versprach Sonne ab 10 Uhr, erreichten wir den, natürlich zuvor ausgesuchten, Parkplatz am Flensburger Ostufer. 11 Uhr, auf die App war kein Verlass, starteten wir unsere Runde in Richtung Hafenspitze. Das erste Foto musste ganz im Instagramstyle, mit frischem Nagellack (nicht für mich), dampfendem Getränk, nehmen wir hier Glühwein, und mindestens Blick aufs Wasser sein. Schwierig nur, wenn der Partner nichts von Instagram versteht und das Foto doch recht verschwommen daher kommt. Den zweiten Versuch hatte er am Industriehafen und wie der Name schon sagte, der perfekte Ort für angehende Internetstars. Auch hier lagen Vorstellungskraft und Realität, vor allem die Entfernung zum Motiv, sehr weit auseinander. Aber gut, die Location ist gefunden und potentielle Mit-Fotografen schon auserwählt.

In guter alter „wir nehmen eine Abkürzung“ Manier ging es Richtung Park. Dabei wurden nur 2 von Frauchens ausgewählten Insider-Sehenswürdigkeiten außer Acht gelassen und der Aussichtspunkt über der Stadt als Picknick Stopp genutzt. Sandwich und Glühwein konnte man dort besonders gut genießen. Bis ihr auffiel, dass sie unseren zweiter Begleiter, einen Teddy namens 24 (geschenkt bekommen von einer ganz lieben Freundin) für die ersten Fotos total vergessen hatte. Das wurde nun in verschiedensten Posen nachgeholt, was dem Timer der Handykamera zu verschulden war, Herrchen als Fotograf war ja raus.
Ich möchte hier kurz darauf hinweisen, dass ich nicht mal bei diesem Instagram bin und mich Frauchen nur vorschiebt, um von sich schöne Fotos zu machen, ab und an bin ich halt zufällig im Bild. Aber das kennen wir schon.
Mein absolutes Highlight war eine Figur mit dem aussagekräftigen Titel „Paar“, ein fast identisches Ebenbild von meinem Herrchen und mir. Ich selbst war überrascht, solch ein Denkmal noch zu Lebzeiten zu bekommen. Wäre es nicht befestigt und zu schwer gewesen, würde es wohl jetzt zu Hause stehen.

PROJEKT: STÄDTE & MEER

Hallo Nico, Meerblick, den Fähren nachschauen und jeden Tag einen 90 Grad heißen Saunagang genießen …. all das konnten wir in unserem geplanten Urlaub nicht erleben. Sehr zum Leidwesen von Frauchen, die sich nach anfänglichem Missmut ein wenig beruhigt und das nächste Projekt geplant hatte.

„Städte & Meer – Urlaub in Zeiten von Corona, 7 Ziele, an 7 Tagen, ausgewählt per Zufall, egal bei welchem Wetter. Ein Mann, eine Frau, ein Dackel und ein Plüschtier erkunden ihre neue Heimat“. Sehr langer Titel für ein Fotobuch, aber auf mich hört ja keiner. Die Einsicht erfolgte bei der Gestaltung des Covers. Diese 7 Tage entstanden vom 28.11. – 4.12.20 und an diesen werde ich euch in meinen nächsten, in kürzeren Abständen als sonst, längeren Beiträgen teilhaben lassen.

„ICH KENN DA NE ABKÜRZUNG“


Hallo Nico, Frauchen ist geschlechtertechnisch in der Unterzahl in unserem Haushalt. Geben wir ihr also mehr Freiheiten und lassen sie in dem Glauben, sie habe immer Recht … sagt Herrchen.

In diesem Fall suchte sie uns im April letzten Jahres mal wieder eine tolle Wanderstrecke entlang der Küste aus. 16 Kilometer bei schönstem Wetter. Da ihr eigenes Navigationssystem ein Update nötig hätte, verlässt sie sich lieber auf eine App. Dieser folgend begann die Wanderung auf einer wirklich schönen Route. Nach etwa 10 Kilometern entdeckte sie eine „Abkürzung“, also warum auf eine andere Frauenstimme hören. Die Abkürzung war eine Sackgasse und die Wanderung um 2 Kilometer länger. Frauchen um keine Ausrede verlegen, hatten wir doch auf ihrem Weg einen Feldhasen und zwei Wildgänse gesehen, was niemand von uns anzweifelte.

STURMFREI

Hallo Nico, heute habe ich eine wichtige Lektion gelernt: sturmfrei ist nicht gleich sturmfrei.

Wir hatten frei, von Herrchen, da dieser familienbedingt am Wochenende nicht zu Hause war. Da Frauchen ein Bewegungslegastheniker ist, konnte es nur ein ruhiges Wochenende zwischen Napf und Couch werden, dachte ich.

6.15 Uhr klingelte der Wecker. Gut, vielleicht muss sie zur Arbeit, hieße noch mehr Ruhe. Aber als ich demonstrativ auf mein „ihr-verlasst-das-Haus-Leckerli“ wartete, machte mich Frauchen gassifertig. Eine kleine Runde an der Nordsee sollte es werden. Strand, Möwen, das könnte lustig werden, Wind und Regen standen nicht auf meinen Plan. Da Frauchen Ebbe und Flut ein wenig unterschätzt hatte, schafften wir unsere 8 km in rekordverdächtigen 2 Stunden und 5 Minuten. Von Sturm und Wasser gezeichnet, genoss ich die Rückfahrt im warmen Auto, mein sturmfrei hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.

VON EICHHÖRNCHEN UND VERGESSENEN KLEIDUNGSSTÜCKEN

Hallo Nico, den vielleicht letzten schönen Herbsttag wollten wir nutzen, mit wandern. Der Stimme aus Frauchens Rucksack folgend, durchquerten wir Wald und Wiesen, begleitet von einem Eichhörnchen. Da Frauchens Reaktionsfähigkeit der eines Wurms gleicht, gibt es leider keine Fotos der scheuen Nagetiere. Auf jeder unserer Wanderungen kreuzte mindestens eines unseren Weg.
Ein weiteres Muss auf unseren Touren sind vergessene Klamotten. Ich frage mich so oft, was geschah mit der 2. Socke, warum lässt man sein Hemd auf einer Bank oder die Regenjacke im Wald zurück? Was muss geschehen sein, damit man all diese Stücke vergisst? Ich bin froh, dass mich meine Wurstverdiener nicht irgendwo zurücklassen und vergessen.

WANDERN LIEGT IN DER NATUR DES HUNDES, REDEN IN FRAUCHENS

Hallo Nico, neue Heimat, neues Hobby: Wandern. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist Frauchen ein Planmensch und da geht man nicht einfach für mehrere Stunden durch die Natur.
Es erfordert eine Liste, einen Wanderführer und eine App. Sonntag, 30 Grad purer Sonnenschein, gepackter Rucksack, es konnte losgehen. Ich war voller Begeisterung und freute mich auf eine gemütliche Tour, dachte ich. Alle 20 Minuten ein Foto mit der Kamera, eins mit dem Handy (für die App, GPS Daten und so…), viele von toten Bäumen und alten Gebäuden (Buchrecherche, ich werde irgendwann davon berichten) und eins von mir. 4 Stunden, 17.340 Schritte und 100.000 Frauchenworte später hatten wir unsere erste verkürzte (!) Wandertour geschafft.
Geschafft waren auch Herrchen und ich, denn Frauchen hat den Sinn des Wanderns noch nicht ganz verstanden. Gedankenverloren und still durch die Landschaft laufen, beides leider nicht ihre Stärken. Dank Wanderführer haben wir jetzt noch 29 Touren vor uns, leider gibt es noch keine App die Wörter zählt.

HINTER DEN KULISSEN: NEUE MITARBEITER

Hallo Nico, wir haben hier bereits des Öfteren über die Arbeit hinter diesem Blog berichtet. Neben der Ideenfindung und dem perfekten Foto, als ob ich Bildbearbeitung nötig hätte, steht dieses Mal das Thema Mitarbeiter im Mittelpunkt. Ihr glaubt gar nicht wie schwer es ist, fähiges Personal zu finden. Da Frauchen auf Anhieb mit meiner Art zu Recht kam, hatte sie den Job.
Zurückblickend war es eine gute Entscheidung. Sie stellt mich immer ins rechte Licht, passt auf, dass niemand Unwichtiges sich aufs Foto schmuggelt und kümmert sich um das Catering vor Ort. Was will man mehr! Nur die Sache mit dem Chefposten hat sie noch nicht so ganz verstanden.

Mitarbeiter